Cottbus wuchs mit der Textilindustrie, doch unter den Gründerzeitfassaden liegen die geotechnischen Herausforderungen der Lausitz. Die Stadt erstreckt sich auf sandig-kiesigen Talsedimenten der Spree mit eingelagerten Auelehmen – ein Untergrund, der bei Aushubtiefen über 2,50 m sofort klare Stützkonzepte fordert. Wer im Sanierungsgebiet Sandow oder am Hang des Spreetals baut, braucht eine Stützwandbemessung, die den rolligen Boden ernst nimmt. Der Grundwasserstand schwankt saisonal stark und liegt in Ufernähe oft nur 1,80 m unter GOK. Das ist keine Überraschung für unser Team – wir kennen die Cottbuser Schichtenfolge aus dutzenden Projekten. Bevor der erste Bagger rollt, kombinieren wir die Bemessung mit einer SPT-Bohrung zur Lagerungsdichte oder mit Schürfgruben für die direkte Bodenschau im Bestand. So entstehen Wände, die auch bei einem Spreehochwasser sicher stehen.
Eine 4 m hohe Schwergewichtswand in Cottbus-Sandow erzeugt einen aktiven Erddruck von etwa 65 kN/m – ohne Drainage verdoppelt sich dieser Wert bei Sättigung.
