Bei der Baugrunduntersuchung für eine neue Gewerbehalle im Cottbuser Osten stießen wir in 2,40 Meter Tiefe auf eine Torflinse, die in den Bestandsplänen der Umgebung nicht verzeichnet war. Genau das ist der Grund, warum die Schürfgrube für uns das präziseste Instrument der Direktaufklärung bleibt. Kein Bohrverfahren zeigt Schichtgrenzen, Einlagerungen und Gefügemerkmale mit dieser Detailtreue. In der Niederlausitz, geprägt von sandigen Urstromtalablagerungen und lokal eingeschwemmten Auelehmen, liefert die visuelle Profilaufnahme im Schurf unersetzbare Informationen für die Bemessung von Flachgründungen. Unser Team dokumentiert jeden Aufschluss nach DIN EN ISO 22475-1 und klassifiziert die anstehenden Bodengruppen direkt vor Ort nach DIN 18196 – das spart Zeit in der Planungsphase und verhindert wirtschaftliche Überraschungen während des Aushubs.
Ein einzelner Schurf mit direkter Bodenansprache ersetzt oft drei indirekte Sondierungen – und liefert ein unbestechliches Bild der anstehenden Schichten.
