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Schürfgrube (Sondierbohrung) in Cottbus – Geotechnische Erkundung aus der Tiefe

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Bei der Baugrunduntersuchung für eine neue Gewerbehalle im Cottbuser Osten stießen wir in 2,40 Meter Tiefe auf eine Torflinse, die in den Bestandsplänen der Umgebung nicht verzeichnet war. Genau das ist der Grund, warum die Schürfgrube für uns das präziseste Instrument der Direktaufklärung bleibt. Kein Bohrverfahren zeigt Schichtgrenzen, Einlagerungen und Gefügemerkmale mit dieser Detailtreue. In der Niederlausitz, geprägt von sandigen Urstromtalablagerungen und lokal eingeschwemmten Auelehmen, liefert die visuelle Profilaufnahme im Schurf unersetzbare Informationen für die Bemessung von Flachgründungen. Unser Team dokumentiert jeden Aufschluss nach DIN EN ISO 22475-1 und klassifiziert die anstehenden Bodengruppen direkt vor Ort nach DIN 18196 – das spart Zeit in der Planungsphase und verhindert wirtschaftliche Überraschungen während des Aushubs.

Ein einzelner Schurf mit direkter Bodenansprache ersetzt oft drei indirekte Sondierungen – und liefert ein unbestechliches Bild der anstehenden Schichten.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Der Baugrund in Cottbus wechselt auf kurzer Distanz seinen Charakter. Während im Bereich der Spreeaue südlich des Stadtzentrums weiche, organische Auelehme und Mudden dominieren, stehen auf den pleistozänen Talsandterrassen im Nordwesten mitteldicht gelagerte Sande und Kiese an. Diese Heterogenität erfordert eine angepasste Erkundungsstrategie. Unsere Schürfgruben setzen wir gezielt dort ein, wo die Aushubsohle oder Gründungsebene in variablen Schichten liegt. Die vertikale Profilwand erlaubt eine lückenlose Ansprache von Kornverteilung, Konsistenz und Wasserführung. Parallel dazu führen wir bei rolligen Böden Rammsondierungen nach DIN EN ISO 22476-2 durch, um die Lagerungsdichte zu quantifizieren. In bindigen Horizonten entnehmen wir Sonderproben für die Bestimmung der Zustandsgrenzen im Labor. Diese Kombination aus visueller und messtechnischer Bewertung liefert die Kennwerte, die ein geotechnischer Nachweis nach Eurocode 7 erfordert.
  • Sondierbohrung und Profilaufnahme nach DIN EN ISO 22475-1
  • Klassifikation der Bodengruppen gemäß DIN 18196
  • Entnahme gestörter und ungestörter Bodenproben
  • Dokumentation von Wasserzutritten und Schichtwasser
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Cottbus – Geotechnische Erkundung aus der Tiefe
Technische Referenz — Cottbus

Lokaler geotechnischer Kontext

Mit rund 100.000 Einwohnern und einer Höhenlage von etwa 70 Metern über NHN liegt Cottbus im Baruther Urstromtal. Diese geologische Position bringt tiefreichende Sand- und Kieskörper mit sich, die lokal von gering tragfähigen Auelehmen und Mudden überlagert sind. Das größte geotechnische Risiko entsteht, wenn ein Bauherr ohne direkten Aufschluss plant und die Gründung auf einer vermeintlich homogenen Sandlinse dimensioniert, unter der organische Weichschichten lagern. Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern sind dann programmiert. Wir haben solche Fälle in der Peripherie von Cottbus mehrfach dokumentiert. Eine Schürfgrube bis in die Gründungssohle, ergänzt durch Rammsondierungen, deckt diese Inhomogenitäten auf. Die Norm DIN 4020 fordert für jede Baumaßnahme eine angemessene Erkundung – wir stellen sicher, dass diese Forderung mit belastbaren Profilaufnahmen erfüllt wird.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22475-1 (Probenahme und Grundwassermessungen), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 18196 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation), DIN EN ISO 22476-2 (Rammsondierungen), Eurocode 7 – EN 1997-2 (Erkundung und Untersuchung)

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Erkundungstiefe3,50 m unter GOK (ohne Verbau)
Schurfbreite0,80 m (Regelprofil)
Probenahme gestörtSchaufelproben je Schichtwechsel
Probenahme ungestörtAusstechzylinder in bindigen Lagen
DokumentationFotografisch und maßstäblich gezeichnet
RammbegleitendDPL / DPH nach DIN EN ISO 22476-2
BodenklassifikationDIN 18196 (GE, SE, UL, TM, HN)

Gängige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube in Cottbus?

Die Kosten für eine Schürfgrube mit Profilaufnahme und Probenahme liegen je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €520 und €810. Bei mehreren Aufschlüssen auf einem Baufeld reduzieren sich die Kosten pro Einheit durch Synergieeffekte.

Wie tief kann eine Schürfgrube in Cottbus ausgeführt werden?

Ohne Verbau erreichen wir in Cottbus standardmäßig Tiefen von 3,50 m unter GOK. Bei standfesten Sanden und Kiesen sind lokal auch tiefere Aufschlüsse möglich. Tiefere Schürfe erfordern einen Grabenverbau nach DIN 4124.

Wann ist eine Schürfgrube besser als eine Bohrung?

Die Schürfgrube liefert eine durchgehende vertikale Aufschlusswand, die Schichtgrenzen, Einlagerungen und Gefügestörungen lückenlos abbildet. Bei Wechsellagerungen von Sand und Auelehm, wie sie in der Cottbuser Spreeaue vorkommen, ist diese visuelle Kontrolle einer punktuellen Bohrung überlegen.

Welche Normen gelten für die Erkundung?

Die Probenahme erfolgt nach DIN EN ISO 22475-1, die Bodenklassifikation nach DIN 18196. Der Umfang der Erkundung richtet sich nach DIN 4020 und den Anforderungen des Eurocode 7 für die geotechnische Kategorie des Bauvorhabens.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Cottbus und seinem Großraum.

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