Der Messwagen steht auf dem Gelände einer ehemaligen Tagebaufläche im Cottbuser Osten, und die elektrische Drucksonde wird hydraulisch mit konstanten 2 cm pro Sekunde in den sandigen Untergrund gedrückt. Über einen Mantelreibungsgeber und einen Porenwasserdruckaufnehmer hinter der Spitze zeichnen wir in Echtzeit drei Messgrößen auf: Spitzenwiderstand, lokale Mantelreibung und den Porendruck u2. In Cottbus, wo die anthropogenen Kippenböden der Niederlausitz mit eiszeitlichen Sandersanden aus der Weichselkaltzeit verzahnt sind, ist das CPT-Verfahren oft die einzig sinnvolle Aufschlussmethode – ungestörte Proben lassen sich aus diesen locker gelagerten bis mitteldichten Sanden kaum gewinnen. Kombiniert mit einem Sondiergestänge für schwere Rammsondierungen oder einer direkten Korngrößenbestimmung im Labor ergibt sich ein vollständiges Baugrundmodell, das wir noch am selben Tag an den Planer übergeben.
Ein CPT-Profil aus Cottbus zeigt oft erst in 8 bis 12 Metern Tiefe den tragfähigen Sandersand – alles darüber ist Kippe und Schmelzwasserablagerung.
