GEOTECHNIK
COTTBUS
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CPT-Untersuchungen in Cottbus: Sondierung mit Porenwasserdruckmessung

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Der Messwagen steht auf dem Gelände einer ehemaligen Tagebaufläche im Cottbuser Osten, und die elektrische Drucksonde wird hydraulisch mit konstanten 2 cm pro Sekunde in den sandigen Untergrund gedrückt. Über einen Mantelreibungsgeber und einen Porenwasserdruckaufnehmer hinter der Spitze zeichnen wir in Echtzeit drei Messgrößen auf: Spitzenwiderstand, lokale Mantelreibung und den Porendruck u2. In Cottbus, wo die anthropogenen Kippenböden der Niederlausitz mit eiszeitlichen Sandersanden aus der Weichselkaltzeit verzahnt sind, ist das CPT-Verfahren oft die einzig sinnvolle Aufschlussmethode – ungestörte Proben lassen sich aus diesen locker gelagerten bis mitteldichten Sanden kaum gewinnen. Kombiniert mit einem Sondiergestänge für schwere Rammsondierungen oder einer direkten Korngrößenbestimmung im Labor ergibt sich ein vollständiges Baugrundmodell, das wir noch am selben Tag an den Planer übergeben.

Ein CPT-Profil aus Cottbus zeigt oft erst in 8 bis 12 Metern Tiefe den tragfähigen Sandersand – alles darüber ist Kippe und Schmelzwasserablagerung.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Cottbus liegt auf einer Höhe von etwa 75 Metern über NHN, und die quartären Lockergesteine reichen hier weit über 100 Meter tief, bevor der prätertiäre Untergrund ansteht. Diese Mächtigkeit, zusammen mit den unregelmäßigen Einlagerungen von Braunkohleschluffen und Geschiebemergel-Linsen, macht jeden Aufschluss zu einer Überraschung. Unsere CPT-Sonde mit einem Querschnitt von 10 cm² und einer maximalen Eindringkraft von 200 kN erfasst feinste Wechsel von Mittelsand zu Beckenschluff auf wenige Zentimeter genau. Der Vorteil gegenüber klassischen Bohrungen liegt in der lückenlosen Tiefenprofilierung: Wo ein Rammkern nur alle 1,5 Meter eine Probe liefert, sehen wir mit dem CPT jede dünne Schicht aus tertiärem Feinsand, die den Abfluss stört. Für größere Bauvorhaben im Cottbuser Stadtgebiet empfehlen wir ergänzend eine Baugrunduntersuchung mit Schürfgruben, um die oberflächennahen Auffüllungen direkt ansprechen zu können – dort, wo Bauschutt und Schlacke aus der Gründerzeit die oberen zwei Meter prägen.
CPT-Untersuchungen in Cottbus: Sondierung mit Porenwasserdruckmessung
Technische Referenz — Cottbus

Lokaler geotechnischer Kontext

Die städtebauliche Entwicklung von Cottbus nach 1990 hat viele Industriebrachen in Wohn- und Gewerbegebiete umgewandelt – vom ehemaligen Textilkombinat bis zum Bahnbetriebswerk. Diese Flächen liegen fast immer auf inhomogenen Auffüllungen, die in den 1970er Jahren ohne Verdichtungskontrolle geschüttet wurden. Eine reine Sondierung ohne Porenwasserdruckmessung übersieht hier leicht den entscheidenden Hinweis: eine nahezu undränierte, wassergesättigte Schicht in 4 Metern Tiefe, die bei dynamischer Belastung zur Verflüssigung neigt. Der u2-Wert unserer CPT-Sonde reagiert sofort auf solche Zonen und warnt den Tragwerksplaner, bevor die Bodenplatte bemessen wird. Wer sich auf die alten Baugrundkarten der Lausitz verlässt, ohne die kleinräumige Heterogenität der Kippen zu prüfen, riskiert Setzungsdifferenzen, die selbst eine elastisch gebettete Platte nicht mehr ausgleichen kann.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-1:2013-01 (CPT und CPTU), DIN 4094-1:2012-01 (Baugrunderkundung, Sondierungen), Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, DGGT-Empfehlung Nr. 7 (CPT-Klassifikation nach Robertson)

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
SondentypElektrische Drucksonde, Querschnitt 10 oder 15 cm²
Messgrößenqc (Spitzenwiderstand), fs (Mantelreibung), u2 (Porenwasserdruck)
Eindringgeschwindigkeit20 mm/s ± 5 mm/s nach DIN EN ISO 22476-1
Max. EindringtiefeBis 30 m (abhängig von Lagerungsdichte und Geschiebegehalt)
DatenaufzeichnungKontinuierlich alle 10 mm Tiefenintervall
Normative AuswertungBodenklassifikation nach Robertson (1986, 1990)
Zusätzliche OptionSeismisches CPT (SCPT) mit Geophonmodul für Vs-Messung
EinsatzgrenzeAbbruch bei qc > 50 MPa oder Geschiebepflaster

Gängige Fragen

Wie tief kann eine CPT-Sondierung in Cottbus durchgeführt werden?

In den sandig-kiesigen Böden der Niederlausitz erreichen wir mit unserer 200-kN-Anlage typischerweise Tiefen zwischen 15 und 25 Metern. Die genaue Endtiefe hängt von der Lagerungsdichte ab: In den dicht gelagerten Sandersanden der Weichselkaltzeit steigt der Spitzenwiderstand oft auf über 30 MPa, sodass wir bei etwa 20 Metern die maximale Eindringkraft erreichen. In den lockerer gelagerten Kippensanden sind auch 30 Meter möglich. Sobald Geschiebemergel mit hohem Steingehalt ansteht, brechen wir die Sondierung ab, um die Sonde nicht zu beschädigen.

Was kostet eine CPT-Sondierung in Cottbus?

Eine Standard-CPT-Sondierung in Cottbus liegt preislich zwischen €140 und €220 pro Einsatz, abhängig von der erreichten Tiefe und ob es sich um ein einfaches CPT oder ein CPTU mit Porenwasserdruckmessung handelt. Bei mehreren Sondierungen auf dem gleichen Baufeld staffeln wir die Preise. Das seismische CPT (SCPT) liegt aufgrund des zusätzlichen Geophons und der seismischen Auswertung etwas höher.

Welche Vorteile hat das CPT gegenüber einer Bohrung?

Der Hauptvorteil ist die lückenlose Tiefenprofilierung: Während eine Rammkernbohrung nur punktuelle Proben alle 1 bis 1,5 Meter liefert, zeichnet das CPT alle 10 Millimeter Messwerte auf. Gerade in Cottbus mit seinen unregelmäßigen Wechsellagerungen aus Kippenmaterial, Sandersand und Braunkohleschluffen erkennen wir so jede dünne Zwischenschicht. Zudem entfällt der Aufwand für Probenentnahme und Transport – das Ergebnis liegt unmittelbar nach der Sondierung vor.

Kann man mit dem CPT die Tragfähigkeit für Flachgründungen bestimmen?

Ja, die abgeleiteten Bodenparameter aus dem CPT – insbesondere der Spitzenwiderstand qc und die daraus berechnete undränierte Scherfestigkeit sowie der Reibungswinkel – fließen direkt in die Bemessung von Einzel- und Streifenfundamenten nach Eurocode 7 ein. Für Cottbuser Verhältnisse mit oft schlecht tragfähigen Auffüllungen in den oberen 2 bis 3 Metern ist die Kenntnis des qc-Verlaufs entscheidend, um die Gründungstiefe korrekt festzulegen oder eine Bodenverbesserung zu dimensionieren.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Cottbus und seinem Großraum.

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