Ein fünfgeschossiger Wohnblock in der Cottbuser Innenstadt, geplant auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik. Die Baugrunduntersuchung zeigt unter drei Metern Auffüllung eine Wechsellagerung aus schluffigen Sanden und Geschiebemergel, die bis in acht Meter Tiefe reicht. Darunter stehen tragfähige Schmelzwassersande an, jedoch mit stark schwankender Lagerungsdichte. Die Pfahlgründungsbemessung für dieses Cottbuser Projekt muss die Mantelreibung im bindigen Mergel und die Spitzendruckkapazität in den tieferen Sanden exakt abbilden. Unser Team begleitet die Bemessung mit einer Kombination aus Drucksondierungen nach DIN EN ISO 22476-1 und ergänzenden Laborversuchen an ungestörten Proben aus der Schurfgrube, bevor die numerische Modellierung der Pfahlwiderstände beginnt. So entsteht eine wirtschaftliche Gründung, die die charakteristischen Baugrundrisiken von Cottbus berücksichtigt.
Die Pfahlgründungsbemessung für Cottbuser Baugrund erfordert die Trennung zwischen eiszeitlich vorbelasteten Mergeln und locker gelagerten Sandersanden – ein Erfahrungswert aus über 120 Bemessungsprojekten in der Niederlausitz.
