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Proctor-Versuch (Normal oder Modifiziert) in Cottbus: Verdichtungskontrolle für nachhaltige Tragfähigkeit

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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In Cottbus sehen wir im Labor immer wieder das gleiche Problem: Bodenproben aus dem Raum Branitz oder Schmellwitz, die auf dem Papier gut aussehen, aber bei der Verdichtung auf der Baustelle nicht die geforderten Werte erreichen. Der Proctor-Versuch nach DIN 18127 ist hier das zentrale Steuerinstrument. Er liefert die Proctordichte und den optimalen Wassergehalt – zwei Kennwerte, ohne die kein Erdplaner den Verdichtungsgrad einer Tragschicht oder eines Dammes bewerten kann. Bevor der erste LKW über die Korngrößenanalyse läuft, steht bei uns der Proctor-Zylinder auf der Waage, denn ohne Referenzdichte ist jede Feldkontrolle mit dem Densitometer oder Sandersatzverfahren wertlos.

Die Proctordichte ist keine Messgröße, sondern ein unter Normbedingungen reproduzierter Kennwert – seine Genauigkeit entscheidet über die gesamte Qualitätssicherung im Erdbau.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die sandigen und teils schluffigen Niederlausitzer Böden rund um die 100.000-Einwohner-Stadt Cottbus reagieren extrem empfindlich auf Wasser. Schon zwei Prozent Abweichung vom optimalen Wassergehalt können die Trockendichte um zehn Prozent oder mehr abfallen lassen. Wir führen den Versuch in zwei Varianten durch: den einfachen Proctor-Versuch für den klassischen Erd- und Leitungsbau und den modifizierten Proctor-Versuch, wenn hohe Lasten aus Verkehrswegen oder schweren Fundamenten zu erwarten sind. Unsere Laboranten verdichten das Material in drei oder fünf Schichten mit definierter Schlagzahl und dokumentieren jeden Schritt rückverfolgbar. Die ermittelte Proctorkurve ist die Basis für die Ausschreibung der Verdichtungsleistung und das Prüfprotokoll auf der Baustelle.
Proctor-Versuch (Normal oder Modifiziert) in Cottbus: Verdichtungskontrolle für nachhaltige Tragfähigkeit
Technische Referenz — Cottbus

Lokaler geotechnischer Kontext

Der häufigste Fehler im Raum Cottbus ist die Annahme, man könne den Proctor-Versuch durch einen einfachen Plattendruckversuch ersetzen. Eine hohe Verformungsmodul täuscht dann eine ausreichende Verdichtung vor, während das Material in tieferen Lagen völlig unzureichend verdichtet ist. Baugrubenverfüllungen unter der Spreeaue oder Dammschüttungen für die B168n setzen sich ungleichmäßig – mit teuren Folgeschäden an Fahrbahnen und Leitungen. Ein weiterer kritischer Punkt ist das Überfahren des optimalen Wassergehalts. Gerade bei den bindigen Geschiebemergeln südlich von Cottbus entstehen dann Luftporen, die sich auch mit schwersten Walzen nicht mehr schließen lassen. Eine Proctorkurve im Vorfeld verhindert diese bauphysikalischen Fehler systematisch.

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Videomaterial

Maßgebliche Normen

DIN 18127:2012-09 – Proctorversuch, DIN EN 13286-2 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau, DIN EN ISO/IEC 17025 – Prüflaboratorien

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18127:2012-09
VersuchsvariantenEinfach (100) / Modifiziert (150)
Zylinderdurchmesser100 mm / 150 mm
Prüfkorn≤ 31,5 mm (100er) / ≤ 63 mm (150er)
Wassergehaltsstufenmindestens 5 pro Versuch
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025
PrüfdauerStandard 2-3 Werktage

Gängige Fragen

Was kostet ein Proctor-Versuch in Cottbus?

Für einen einfachen Proctor-Versuch nach DIN 18127 liegen die Kosten je nach Probenumfang und Aufbereitungsaufwand zwischen 90 und 160 Euro. Der modifizierte Versuch liegt aufgrund des höheren Materialeinsatzes und der längeren Prüfdauer am oberen Ende dieser Spanne. Wir erstellen Ihnen gern ein individuelles Angebot.

Wann brauche ich den einfachen, wann den modifizierten Proctor-Versuch?

Der einfache Proctor-Versuch reicht für klassische Baugrubenverfüllungen, Leitungsgräben und den Garten- und Landschaftsbau. Der modifizierte Proctor-Versuch wird immer dann gefordert, wenn das Planum hohen dynamischen oder statischen Lasten ausgesetzt ist – etwa im Straßenoberbau nach RStO, unter Industriefußböden oder im Gleisbau.

Welche Probenmenge benötigt das Labor?

Für den 100-mm-Zylinder benötigen wir etwa 20 bis 30 kg gestörtes Material, für den 150-mm-Zylinder rund 50 kg. Die Probe muss repräsentativ entnommen und in luftdichten Säcken verpackt sein, damit der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt. Unser Feldteam kann die Probenahme in Cottbus und Umgebung fachgerecht übernehmen.

Wie lange dauert ein Proctor-Versuch?

Die reine Prüfzeit beträgt einen Arbeitstag. Da die Probe ofengetrocknet und schrittweise wieder befeuchtet werden muss, liegt die gesamte Bearbeitungszeit im Regelfall bei zwei bis drei Werktagen. Bei dringenden Baustellenanforderungen bieten wir einen Express-Service an – sprechen Sie uns an.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Cottbus und seinem Großraum.

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