In Cottbus sehen wir im Labor immer wieder das gleiche Problem: Bodenproben aus dem Raum Branitz oder Schmellwitz, die auf dem Papier gut aussehen, aber bei der Verdichtung auf der Baustelle nicht die geforderten Werte erreichen. Der Proctor-Versuch nach DIN 18127 ist hier das zentrale Steuerinstrument. Er liefert die Proctordichte und den optimalen Wassergehalt – zwei Kennwerte, ohne die kein Erdplaner den Verdichtungsgrad einer Tragschicht oder eines Dammes bewerten kann. Bevor der erste LKW über die Korngrößenanalyse läuft, steht bei uns der Proctor-Zylinder auf der Waage, denn ohne Referenzdichte ist jede Feldkontrolle mit dem Densitometer oder Sandersatzverfahren wertlos.
Die Proctordichte ist keine Messgröße, sondern ein unter Normbedingungen reproduzierter Kennwert – seine Genauigkeit entscheidet über die gesamte Qualitätssicherung im Erdbau.
